Spezielle Fördermaßnahmen

§ 5 HessJStVollzG:

(1) Die Förderung erfolgt durch Maßnahmen, welche geeignet sind, die Persönlichkeit, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse der Gefangenen im Hinblick auf das Erreichen des Erziehungsziels zu entwickeln und zu stärken. Hierzu gehört auch die gezielte Vermittlung eines an den verfassungsrechtlichen Grundsätzen ausgerichteten Wertverständnisses.
(2) Durch differenzierte Maßnahmen soll auf den jeweiligen Entwicklungsstand und den unterschiedlichen Förderbedarf der Gefangenen eingegangen werden.

Neben den Angeboten zur schulischen und beruflichen Bildung werden zahlreiche spezielle Fördermaßnahmen angeboten, die helfen sollen das Erziehungsziel – die Befähigung junger Gefangener künftig ein Leben ohne Straftaten in sozialer Verantwortung zu führen – zu erreichen. Diese spezielle Förderung umfasst das Erlernen und die Einübung sozial adäquater Verhaltensweisen, die Auseinandersetzung mit der Straftat und den Hintergründen der Straffälligkeit, die Verbesserung der Empathiefähigkeit und die Rückfallprophylaxe.

Für jeden Gefangenen werden auf der Grundlage der Zugangsdiagnostik individualisiert und differenziert die notwendigen Fördermaßnahmen im Förderplan festgeschrieben.

Therapeutische Maßnahmen

  • Einzelpsychotherapie
  • Gruppenpsychotherapie
  • Familientherapie
  • Psychologische Einzelbetreuung

Trainingsmaßnahmen

  • Anti-Aggressivitäts-Training
  • Soziale Trainingskurse und Coolnesstraining und Bewerbungstraining
  • Suchtpräventionstraining
  • Rückfallpräventionstraining (im Hinblick auf Sucht)
  • Therapievorbereitung
  • Entlassungsvorbereitung

Beratung

  • Familienberatung
  • Schuldnerberatung
  • Integrationsberatung
  • Informationsveranstaltungen zu Therapieeinrichtungen
  • Entlassungsvorbereitung

Seelsorge

  • für Gefangene christlichen und islamischen Glaubens