Weitere Angebote

Sonstige Behandlungsangebote:

Alkoholtherapiegruppe
Anonyme Alkoholiker
Arbeitstherapie
Bewerbertraining
Blaues Kreuz
Drogenberatung
Entlassungsmanagement
Erste Hilfe Kurse
Narcotics Anonymus
MPU – Informationsseminare
Schuldnerberatung
Übergangsmanagement
Verkehrsseminare


Alkoholtherapiegruppe

für Gefangene des geschlossenen Vollzuges.

Gefangene, die unter erheblichem Alkoholeinfluss straffällig geworden sind, sich unter Alkoholeinfluss im offenen Vollzug zum Strafantritt gestellt hatten, die gegen die Weisung des absoluten Alkoholverbotes verstoßen haben und Gefangene, die trotz ambulanter Alkoholtherapie außerhalb der Anstalt rückfällig geworden sind, werden in der geschlossenen Abteilung der Anstalt in die anstaltsinterne Alkoholtherapiegruppe eingewiesen.

Die Einweisung erfolgt über den psychologischen Dienst in Verbindung mit dem medizinischen Dienst. Die Alkoholtherapie wird in Gruppen- und Einzeltherapie von einem externen Mitarbeiter, Therapeut der Fachstelle Sucht in Frankfurt, in der geschlossenen Abteilung durchgeführt, wobei erforderlichenfalls eine ambulante Weiterführung im Rahmen der Gewährung von Lockerungen bzw. nach Verlegung in die offene Abteilung oder nach Entlassung bzw. in Einzelfällen eine stationäre Alkoholentwöhnungstherapie nach Entlassung angestrebt wird.

Regelmäßig erfolgen Rückmeldungen an die Vollzugsplanung hinsichtlich des Therapieverlaufs über den psychologischen Dienst der Anstalt.

Durchschnittlich nehmen 8 bis 10 Gefangene an der Alkoholtherapie teil.
Die Alkoholtherapie findet einmal pro Woche über eine Zeitdauer von 2 Stunden statt.
 

Anonyme Alkoholiker

Die Meetings der Selbsthilfegruppe der Anonymen Alkoholiker finden ein Mal wöchentlich für jeweils 2 Stunden in der geschlossenen Abteilung statt.
Zur Teilnahme hierzu werden Gefangene angehalten, für welche eine Indikation zur Alkoholtherapie nicht vorliegt, die jedoch dringend der Bearbeitung ihres Alkoholproblems bedürfen.

Teilnehmer: bis zu 15 Gefangene

Arbeitstherapie

(geschlossene Abteilung)

Die Arbeitstherapeutische Werkstatt ist als feste fortlaufende Behandlungsmaßnahme installiert. Sie dient der Arbeitsmotivation, der Feststellung von kreativen Fähigkeiten und der Gewöhnung an einen täglichen Arbeitsrhythmus. Die Einweisung erfolgt über die Vollzugsplanung. Diese Behandlungsmaßnahme findet täglich zu den üblichen Arbeitszeiten in der Arbeitstherapeutischen Werkstatt statt.

Bewerbertraining (für alle Gefangenen)

Ein Seminar beinhaltet in der Regel 4 Doppelstunden und findet 1x wöchentlich statt. Wesentliche Inhalte dabei sind:

  • Info über Möglichkeiten Stellenangebote/-ausschreibungen zu erhalten.
  • Wie erstelle ich ein Bewerbungsschreiben, einen Lebenslauf, ein Anschreiben?
  • Welche Unterlagen sind einer Bewerbung beizufügen?
  • Wie wird ein Vorstellungs-/ Bewerbungsgespräch geführt?

Blaues Kreuz

Das Blaue Kreuz bietet alle drei Wochen für Gefangene des offenen Vollzuges über die Dauer von 1,5 Stunden eine Gesprächsgruppe für Suchtkranke an. Zur Teilnahme werden Gefangene angehalten, für die eine Indikation zur Alkoholtherapie nicht vorliegt, die jedoch dringend der Bearbeitung ihres Alkoholproblems bedürfen. Im Einzelfall bietet das Blaue Kreuz auf Anfrage Einzelberatungen an.

Drogenberatung

Der mit halber Stelle für die gesamte Anstalt eingestellte externe Suchtberater beschäftigt sich ausschließlich mit Konsumenten illegaler Drogen und mit Therapievermittlungen (Anträge auf Rückstellung gem. § 35 BtMG, Anträge auf Kostenzusagen etc.) sowie mit Verbringungen in die entsprechenden Therapieeinrichtungen. Die Drogenberatung findet an zwei Tagen pro Woche statt.

Entlassungsmanagement

Das Angebot richtet sich an inhaftierte erwachsene Männer, bei denen nach der Vollzugsplanung eine Unterstellung unter die Aufsicht und Leitung eines Bewährungshelfers nach §§ 57 Abs.3, 56d sowie nach 68a Abs.1 StGB erfolgen wird. Alle anderen Fälle werden durch das „Übergangsmanagement“ übernommen.

Die Tätigkeit des Entlassungsmanagements nach § 16 HStVollzG hat sich insbesondere zu erstrecken auf:

  • die Erfassung und Planung der wirtschaftlichen Situation. Hierunter allen u.a. die Fragen, mit welchen Barmitteln der Gefangene die Anstalt verlassen und ob er in der Lage sein wird, hiermit eigenverantwortlich umzugehen, oder ob er Unterstützung braucht (ggf. in Form der Überweisung auf das Dienstkonto der Bewährungshilfe oder eines gesetzlichen Betreuers). Ferner gilt zu klären, ob der Gefangene verschuldet ist (hierbei: Zusammenstellung der Gläubiger nebst Titeln; pädagogische und sachliche Vorbereitung des Gefangenen auf eine Umschuldung; ggf. bereits Kontaktaufnahme zu der Stiftung „Resozialisierungsfonds für Straffällige“;
  • die Klärung der Wohnsituation, und zwar auch darauf hin, ob sie im Hinblick auf das gewählte Umfeld die Eingliederung des Gefangenen erschweren kann. Zu prüfen und ggf. durch Antragsstellung gegenüber den zuständigen Sozialhilfeträger einzuleiten sind Ver-fahren, in denen ambulante oder stationäre Hilfen nach dem SGB XII angezeigt sind;
  • Kontakte zur Arbeitsverwaltung. Fragen nach SGB II müssen zumindest so weit geklärt sein, dass die Betreuung nach der Entlassung hieran nahtlos anschließen kann;
  • die Möglichkeiten der Einbeziehung des sozialen Nahbereichs in die spätere Betreuung;
  • die vollständige Erfassung aller relevanten Daten einschließlich aller notwendigen Informationen zur sog. Lebenslage in der Fachanwendung SoPart;
  • die Klärung der Notwendigkeit, Art und Durchführung sowie Finanzierung einer therapeutischen Versorgung;
  • im Falle der Abgabe die Vorbereitung der zukünftig für den Probanden zuständigen Bewährungshilfe mindestens durch rechtzeitige Freischaltung des Falles in SoPart, damit auch vor Ort frühzeitig der Betreuungsstand nachvollzogen werden kann.

Erste Hilfe Kurse

sowohl für Gefangene des geschlossenen Bereiches als auch für Gefangene des offenen Vollzuges.
Die Kurse beinhalten je 8 Unterrichtsstunden und finden in der Regel 1x wöchentlich statt.

Die Kurse orientieren sich an dem Leistungsangebot derjenigen Kurse, die zur Erlangung einer Fahrerlaubnis erforderlich sind.

Narcotics Anonymus

Die Meetings der Selbsthilfegruppe der Narcotics Anonymus finden 14-tägig für jeweils 2 Stunden in der geschlossenen Abteilung statt.
Zur Teilnahme hierzu werden Gefangene angehalten, die neben der Vorbereitung einer Therapiemaßnahme dringend der Aufarbeitung ihrer Drogenproblematik bedürfen.
Teilnehmer: bis zu 15 Gefangene

MPU – Informationsseminare

für Gefangene des geschlossenen sowie des offenen Vollzuges.

Ein Seminar beinhaltet 3 Stunden und findet in der Regel 1x wöchentlich statt. Wesentliche Inhalte dabei sind:

  • Abbau von Unsicherheiten, die auf falschen Vorstellungen beruhen;
  • Info über alles, was mit der MPU im Zusammenhang steht;
  • Was hat man sich unter der MPU vorzustellen?
  • Was kann man in der Zeit bis zur Begutachtung tun, um die Fahrerlaubnis (wieder-) zubekommen und auf Dauer zu behalten?
  • Wie geht es nach der Begutachtung weiter?

Bis zu 14 Teilnehmer.

Schuldnerberatung

Hier werden u.a. folgende Kenntnisse vermittelt:

  • Ursachen der Überschuldung
  • Überschuldungsverlauf
  • Ablaufplanung in der Schuldnerberatung

Übergangsmanagement

(Gefangene des geschlossenen Vollzuges)

Das Angebot richtet sich an inhaftierte erwachsene Männer, die in der Regel mindestens 6 Monate Freiheitsstrafe zu verbüßen haben und zum Endstrafentermin entlassen werden.
Zielgruppe ist der Personenkreis mit besonderem Hilfebedarf, insbesondere Gefangene, die ohne staatliche Unterstützung (z.B. Bewährungshilfe, Führungsaufsicht) zum Endstrafenzeitpunkt entlassen werden.

Besonderer Hilfebedarf liegt vor, wenn die Inhaftierten

  • ohne tragfähige soziale Bindungen sind,
  • wohnungslos sind oder aus ungesicherten oder abhängigen Wohnverhältnissen kommen,
  • wenn sie nicht in der Lage sind, die eigene wirtschaftliche Existenz zu sichern,
  • gesundheitlich und/oder
  • psychisch belastet sind,
  • ohne Kenntnis und Fähigkeit sind, das vorhandene Hilfesystem in Anspruch zu nehmen,
  • sowie aus eigener Kraft diese Schwierigkeiten nicht überwinden können.

Die Entlassungsvorbereitung dient folgenden Zielen:

  • Berufliche Integration
  • Soziale Integration
  • Vermeidung des Rückfalls in die Straffälligkeit
  • Sicherung der materiellen Existenz
  • Beschaffung von Wohnraum
  • Minderung der schädlichen Folgen des Freiheitsentzugs

Das Übergangsmanagement wird innerhalb der hiesigen Anstalt mit insgesamt 30 Wochenstunden durch einen Mitarbeiter und eine Mitarbeiterin des Diakonischen Werkes Offenbach-Dreieich durchgeführt.

Verkehrsseminare

sowohl für Gefangene des geschlossenen Bereiches als auch für Gefangene des offenen Vollzuges.

Ein Seminar beinhaltet 7 Doppelstunden und findet 2 x wöchentlich statt.

Wesentliche Inhalte dabei sind allgemeine Informationen über den Erwerb einer Fahrerlaubnis wie:

  • anfallende Kosten, Prüfung, Probezeit etc. sowie theoretischer Unterricht;
  • rechtliche und versicherungsrechtliche Konsequenzen beim Fahren ohne Fahrerlaubnis, Fahren unter Einfluss von Alkohol und/oder Betäubungsmitteln u.ä.;
  • Besonderheiten einer Auslandsfahrerlaubnis

Teilnehmerzahl: 10 Gefangene.